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In der Sitzung wurden einstimmig folgende Besetzungen von Ausschüssen und
Gremien beschlossen:
Stellvertreter des
Bürgermeisters: 1. Stellvertreter:
Robert Tischer 2. Stellvertreter: Peter
Regelmann 3. Stellvertreterin: Cornelia
Matscheko
Betriebsausschuß: Robert Tischer Jörg
Baumann Andreas Roß Elke Wintermeier-Holst Hartmut Kull
Bauausschuß: Peter Regelmann Cornelia
Matscheko Jochen Cammerer Achim Braunmüller Claus Kieser
Verbandsversammlung des
Gemeindeverwaltungsverbandes Peter Regelmann, Cornelia Matscheko,
Jörg Baumann, Elke Wintermeier-Holst
Verwaltungsrat des Gemeindeverwaltungsverbandes Peter
Regelmann
Verbandsversammlung Schurwald-Musikschule Jochen
Cammerer, Claus Kieser
Vertreterversammlung der Landeswasserversammlung Peter
Regelmann
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Bericht aus der letzten Gemeinderatssitzung vom 10.11.2011
TOP 1 Vergabe von Sicherheitsmaßnahmen auf dem
Campingplatz
Im Juni 2011 wurde die Firma WSD mit der Sicherheit auf dem Campingplatz
beauftragt, hat aber zwischenzeitlich sämtliche Angebote und Aufträge
zurückgezogen, so dass die Vergabe von Sicherheitsmaßnahmen auf dem Campingplatz
neu zu entscheiden war.
Die Fa. Bunk Sicherheitsdienst GmbH Schorndorf hält ihr Angebot vom
31.05.2011 bis heute aufrecht, welches auf der jeweiligen Einschätzung der
Situation aufgrund einer Ortsbesichtigung basiert.
Im Juni 2011 hat der Gemeinderat entschieden, auf den angebotenen
Revierdienst zu verzichten, so dass monatliche Kosten von 160,- € (zzgl. MwSt.)
entstehen würden.
Der Vorschlag der Verwaltung, den Sicherheitsauftrag auf dem Campingplatz an
die Firma Bunk aus Schorndorf zu vergeben, wird mit 5 Ja-Stimmen und 3
Enthaltungen angenommen.
TOP 2 Verschiedenes
Die Bürgermeisterin gibt bekannt, dass Gemeinderrat Cammerer zum Jahresende
aus dem Gemeinderat ausscheiden wird. Die Nachfolge wird von Herrn Pfau
angetreten.
Gemeinderat Cammerer wird in der öffentlichen Sitzung im Dezember
verabschiedet.
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Bericht aus der letzten Gemeinderatssitzung vom 13.10.2011
TOP 1 Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster
Beschlüsse
Die Bürgermeisterin gibt die in der letzten nichtöffentlichen
Gemeinderatssitzung vom 29.09.2011 gefassten Beschlüsse bekannt:
- Der Gemeinderat hat die
Schulleitung und Verwaltung ermächtigt, die Entscheidung über die neue
Schulsekretärin zu treffen. -
Zum Thema Stromkonzessionsvergabe wurden die Gemeinderäte Braunmüller und
Baumann, vertretungsweise Gemeinderäte Roß und
Tischer, in den
Ausschuss bestimmt. - Das
Verlesen der nichtöffentlichen Sitzungsprotokolle beschränkt sich auf die Themen
sowie die gefassten
Beschlüsse. - Jugendarbeit:
Die Gemeinde unterstützt die Teilnahme des Jugendvizemeister im Schach Patrick
Höglauer an der Schachweltmeisterschaft
in Brasilien mit einem
Betrag von 500,- € und hofft, dass sich hierdurch weitere Sponsoren finden
lassen. Abschließend gibt die Bürgermeisterin bekannt, dass sie in einer
Eilentscheidung die FA. Bunk mit der Sicherung des Montemaris beauftragt habe,
nachdem die bisherige Sicherheitsfirma angekündigt hat, die Technik
auszubauen.
TOP 2 Kläranlage Adelberg
- Ende der
Einleitungserlaubnis und Schäden an den
Gebäuden - Auftragsvergaben
zur Ermittlung von Grundlagen für das weitere Vorgehen Vor Einführung in die
Thematik gibt die Bürgermeisterin bekannt, dass eine Entscheidung über
Auftragsvergaben heute entfällt, da vorrangig vor der Vergabe eventuelle
Landeszuschüsse zu beantragen seien. Dann berichtet die Bürgermeisterin, dass
die Einleitungserlaubnis für die Kläranlage in Adelberg zum 31.12.2015 ende. Für
die Funktion der Anlage wichtige Bauwerke hätten zum Teil gravierende Schäden.
In einer gemeinsamen Begehung des Gemeinderats mit Dipl.Ing. Hertkorn wurde
deutlich, dass vor allem der Emscherbrunnen in Mitleidenschaft gezogen sei. Seit
Jahren sei zu beobachten, dass der Emscherbrunnen sich langsam talwärts neige
mit der Gefahr, dass die angeschlossenen Rohrleitungen undicht werden oder
sogar abreißen. Somit bestünde das Risiko, dass der Emscherbrunnen und damit
auch der Tropfkörper für die Abwasserbeseitigung eventuell plötzlich nicht mehr
zur Verfügung stehen. Hierdurch entfiele ca. 1/3 der vorhandenen
Reinigungsleistung, da allein die Belebungsanlage die anfallende Schmutzfracht
zu reinigen hätte. Nach Vorgabe des LRA sei bereits ein Notfallplan durch das
Ing.-Büro Hertkorn erarbeitet worden. In einem gemeinsamen Gespräch des
Umweltschutzamts, Dipl.Ing. Hertkorn und der Verwaltung wurde bekannt, dass im
Jahr 2011 gelegentlich verhältnismäßig hohe Ammoniakkonzentrationen im Ablauf
der Kläranlage festgestellt worden seien. Die Zulauffrachten in 2011 schienen
die Bemessungsgröße der Kläranlage immer wieder zu überschreiten. Im Sommer sei
die Sauerstoffversorgung gelegentlich nicht ganz ausreichend gewesen. Ziel müsse
es sein, die geordnete Behandlung des Abwassers der Gemeinde Adelberg bis
31.Dezember 2015 realisiert zu haben.
Der Gemeinderat erörtert verschiedene Lösungsansätze und kommt überein,
Dipl.Ing. Hertkorn zum TOP Auftragsvergaben
einzuladen.
TOP 3 Forstbetriebsplan
2012
Der Gemeinderat beschließt den vom Landratsamt Göppingen –Forstamt-
vorgelegten Forstbetriebsplan 2012.
TOP 4 Ehrung von
Blutspendern
Auf Bitte des Roten Kreuzes ehrt die Bürgermeisterin eine anwesende Bürgerin
für 50
Blutspenden mit der Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz .
Bürgermeisterin Marquardt hob die Wichtigkeit von Blutspenden hervor und
bedankte sich zusätzlich für den geleisteten Einsatz mit einem Blumenstrauß. In
Abwesenheit geehrt werden eine weitere Bürgerin für 10 Blutspenden mit
der Blutspender-Ehrennadel in Gold und ein Bürger für 25 Blutspenden mit
der Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem
Lorbeerkranz.
TOP 5 Kindergartenbeiträge für die unter
Dreijährigen (U3)
Die Bürgermeisterin informiert, dass für die Betreuung der unter 3-jährigen
Kinder in altersgemischten Gruppen nach der Betriebserlaubnis je Kind unter 3
Jahren gegenüber der Regelgruppe ein Kindergartenplatz unbesetzt bleiben müsse.
Nach Erörterung der Sachlage beschließt der Gemeinderat einstimmig, die Beträge
aus der gemeinsamen Empfehlung der Kirchen und kommunalen Landesverbände für die
Betreuung der unter Dreijährigen zu übernehmen. Die Gebühren im Einzelnen werden
gesondert veröffentlicht.
TOP 6
Verschiedenes
Bürgermeisterin Marquardt setzt das Gremium davon in Kenntnis, dass die
Arbeitsgruppen am Freitag, den 28.10.2011 nachmittags sowie Samstag, den
29.10.211 ganztätig in der Grundschule stattfinden werden. Die Teilnehmer
erhalten hierzu eine gesonderte schriftliche Einladung.
TOP 7 Bürgerfragestunde
Fragen an die Bürgermeisterin werden nicht gestellt.
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Bericht aus der letzten Gemeinderatssitzung vom 22.09.2011
TOP 1 Moderation von Bürgerarbeitsgruppen
- Vorstellung neutraler Moderatoren
Aufgrund der Fristsetzung des Regierungspräsidiums soll sich die Gemeinde bis
zum 1.12.2011 zur Zukunft des Montemaris äußern. Sollte bis zu diesem Zeitpunkt
die Gemeinde in der Entscheidungsfindung nicht weitergekommen sein, so droht die
Rückzahlung des Landeszuschusses, inkl. Zinsen – derzeit ein Betrag von ca.
238.000,- €. Obwohl der Zeitpunkt nach der Sommerpause große Schwierigkeiten bei
der Suche nach Moderatoren aufgeworfen hat, ist es der Verwaltung gelungen, zwei
qualifizierte Büros (KBB GmbH und die Bürogemeinschaft Sippel/Buff) für diesen
Prozess zu gewinnen, welche sich in der Gemeinderatssitzung vorgestellt haben.
Das Unternehmen KBB GmbH betätigt sich vorwiegend in der Kommunalberatung und
Baulanderschließung. Frau Berner von der KBB sieht die Bürgerbeteiligung als
Kreislauf, welchen der Gemeinderat durch die vollumfängliche Information der
Arbeitsgruppen anstoße. Am Ende der Workshops erhalte das Gremium dann eine
Empfehlung aus der Gemeinschaft, welche als Arbeitsgrundlage dienen könne. Sie
empfiehlt für die Bürgerbeteiligung in Adelberg die klassische
Moderationsmethode: hierdurch erhalte man schnellere Ergebnisse mit
längerfristigen Entfaltungen. Oben an stehe das Prinzip der Mitverantwortung.
Die Arbeitskreise sollten über 2-3 Termine Leitkonzepte und –projekte
erarbeiten, welche dann dem Gemeinderat vorgelegt werden könnten. In der
Bürogemeinschaft Sippel/Buff haben sich ein Stadtplaner und ein
Landschaftsarchitekt zusammengeschlossen. Diese sehen sich als Netzwerk für
Planung und Kommunikation und haben bereits mehrere Projekte in der
langfristigen Gemeindeentwicklung mit Bürgerbetei-ligung begleitet.
Bürgerbeteiligung soll nach den Vorstellungen der Bürogemeinschaft
grundsätzliche planerische Grundlagen darstellen, unterschiedliche
Vorstellungen und Erwartungen aus der Bürgerschaft aufnehmen,
helfen, komplexe Zusammenhänge zu erklären sowie den Blick auf´s Ganze
richten und Problembewusstsein schaffen. Wichtig in solchen Prozessen sei, die
Bevölkerung mitzunehmen und ein differenziertes Meinungsbild einzuholen. Die
Bürgerbeteiligung könne aber weder die Fachplanung noch die
kommunalpolitische Entscheidungsfindung und Entscheidungshoheit des Gemeinderats
ersetzen. Herr Buff empfiehlt ein zweitägiges Wochenendseminar, wobei am 1.
Termin (Freitag) durch Faktencheck eine inhaltliche Basis für die Diskussion
geschaffen werden soll mit Informa-tionen zu planerischen Grundlagen
(Siedlungsentwicklung, Demografie) und Tourismus (heutiges Profil, Mehrwert). Am
2. Tag (Samstag) sollten dann Grundsatzfragen in Hinblick auf die künftige Rolle
von Tourismus, Freizeit, Naherholung für Gemeindeentwicklung erörtert, das Für
und Wider von Entwicklungsszenarien abgewägt und das Stimmungsbild mit einer
Empfehlung an den Gemeinderat zusammengefasst werden.
Der Gemeinderat beschließt mehrheitlich, der Bürogemeinschaft Sippel/Buff den
Auftrag für die Bürgerbeteiligung zu erteilen.
Aufgrund der Rücknahme des Ablöseangebots entfällt TOP 2
Sicherheitstechnik im Montemaris.
TOP 3 Information über die jährlichen Kosten für das
Sportgelände „Jauchert“
Bürgermeisterin Marquardt informiert das Gremium über die Kosten im
Zusammenhang mit der Unterhaltung des Sportgeländes „Jauchert“. Dem
Gemeinderat liegt eine Aufstellung über die Einnahmen und die Ausgaben der Jahre
2009 – 2011 vor. Während der Unterhaltungsaufwand für den „alten“ Sportplatz bei
ca. 2.000 – 3.000 Euro jährlich gelegen hat, liegt der Aufwand für das neue
Sportgelände bei jährlich mindestens. 12.000,- € und mehr. Die Einnahmen
beschränken sich auf die DFB Talentförderung von jährlich 1.024,- €. Von dieser
Talentförderung gehen jährlich ca. 619,- € an den TSV als Zuschuss für Reinigung
und Strom.
TOP 4 Antrag des Turn- und Sportverein Adelberg-Oberberken
e.V. auf Zuschuss der Gemeinde - hier:
Brandschutzanforderungen TSV-Halle
Im Januar 2010 haben Bürgermeister Hermann gemeinsam mit dem
Vorstandsvorsitzenden des TSV, einem Mitglied des Gemeinderats, Mitarbeitern des
Bauamts (LRA) und dem Architekten Dauner eine Brandverhütungsschau in der
TSV-Halle durchgeführt. Hierbei wurde ein Mängelbefund erstellt, welcher dem
Gremium vorliegt. Soweit es dem Verein finanziell möglich war, sei ein Teil der
bestehenden Mängel abgestellt werden. Die kostenintensiven Forderungen des
Landratsamts, insbesondere der Einbau von 5 Brandschutztüren konnten
jedoch noch nicht erfüllt werden. Mit Schreiben vom 20. Juni 2011 hat der TSV
Adelberg-Oberberken die Übernahme von 50 % der anfallenden Kosten durch die
Gemeinde beantragt. Gemeinderat Braunmüller befürwortet einen Zuschuss an den
TSV, da die Gemeinde als Schulträger auch in der Haftung stehe und beantragt,
dem TSV einen 50%-igen Zuschuss nach Vorlage der Rechnungen zu gewähren.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
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Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 21. Juli 2011
TOP 1 Sicherheitstechnik Montemaris
-Vorstellung eines Alternativangebots zur bestehenden Sicherheitstechnik
Nach der Schließung des Montemaris wurde zum Schutz vor Vandalismus von der
Firma WSD Wach- und Schließdienst GmbH Göppingen eine Video- und
Einbruchmeldeanlage installiert. Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar
ist, wie lange die Sicherheitstechnik noch benötigt wird, soll der bislang
mündliche Vertragszustand auf eine rechtlich nachvollziehbare, transparente
Grundlage gestellt werden. Aus diesem Grund wurde auch ein Vergleichsangebot für
die Sicherheitstechnik im Montemaris eingeholt. Nach Erörterung der
vorliegenden Angebote kommt der Gemeinderat überein, die Entscheidung über die
Vergabe der Sicherheitstechnik zurückzustellen, da noch Klärungsbedarf
besteht.
TOP 2 Moderation
von Bürgerarbeitsgruppen
- Vorstellung eines möglichen
Moderators
Nachdem sich in der Gemeinderatssitzung vom 09.06.2011 die Mehrheit des
Gemeinderats dafür ausgesprochen hatte, sich über eine Alternative zur
Kommunalentwicklung (KE) als möglichen Moderator zu informieren, hat sich ein
weiterer Moderator vorgestellt und sein Konzept erläutert. Der Moderator J.
Kurzrock ist seit über 20 Jahren in der Erwachsenenbildung tätig und setzt
seinen Schwerpunkt auf das kommunikative Miteinander; einen vergleichbaren
Prozess in Kommunen hat er noch nicht begleitet. Herr Kurzrock sagt zu, die
Kosten für die Moderation mit 11.000,- € deckeln zu wollen. Der Gemeinderat
diskutiert über beide Angebote, wobei die Bürgermeisterin die KE favorisiert, da
diese die meiste Erfahrung in der Moderation von Bürgerarbeitsgruppen
haben. Der Antrag der Bürgermeisterin, gemäß Grundsatzbeschluss vom
24.03.2011 die Zusammenarbeit mit der Kommunalentwicklung (KE)
weiterzuverfolgen, wird mit 4 Ja – Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung
abgelehnt. Mit dem gleichen Abstimmungsergebnis wird der Antrag von
Gemeinderat Roß, Herrn Kurzrock mit der Moderation zu beauftragen, ebenfalls
abgelehnt.
TOP 3 Einführung der gesplitteten
Abwassergebühr
Bürgermeisterin Marquardt berichtet, dass das umfangreiche
Flächenerhebungsverfahren (Ermittlung der angeschlossenen, bebauten und
befestigten Flächen) mittlerweile abgeschlossen ist. Erfreulich sei, dass bei
der Erhebungsaktion eine sehr hohe Rücklaufquote von 96,4 % erreicht
werden konnte. Sie bedankte sich bei den Grundstückeigentümern für diese hohe
Mitwirkungsbereitschaft und bei den Kämmereimitarbeiterinnen für die extrem hohe
zusätzliche Belastung im Zusammenhang mit der Flächenerhebung. Auch die
Gebührenkalkulation gestaltete sich sehr aufwendig, da zur Ermittlung einer
getrennten Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühr zunächst sämtliche
Kosten, Investitionen Beiträge und Zuschüsse aufzuteilen waren und zwar auf den
Kanal- und Klärbereich und auf den Schmutzwasser- und
Niederschlagswasserbereich. In diesem Zusammenhang wurde auch der
Straßenentwässerungsanteil der Gemeinde, der bisher nach dem VEDEWA-Modell
ermittelt wurde, nach den tatsächlichen Gegebenheiten berechnet. Die nun dem
Gemeinderat vorgelegte Gebührenkalkulation und die erforderlichen neuen
Satzungsregelungen wurden von einem Mitarbeiter der Fa. ISW, Neustetten und von
Kämmerin Beate Schleifer ausführlich erläutert. Es wurde von einem 2-jährliche
Kalkulationszeitraum ausgegangen. Bei einer geschätzten Abwassermenge von
durchschnittlich 82.250 m³ pro Jahr, die aufgrund der Schließung von Montemaris
und Campingplatz im Vergleich zu den Vorjahren stark zurückgegangen ist (2008
waren es noch 104.200 m³) ergibt sich für 2010 und 2011 eine
Schmutzwassergebühr von 2,42 € je m³ Abwasser. Bei einer ermittelten
veranlagungsrelevanten Fläche von 187.872 m² pro Jahr errechnet sich eine
Niederschlagswassergebühr von 0,46 € je m² versiegelte Fläche pro Jahr.
Frau Schleifer informierte den Gemeinderat über die Änderungen im
Abrechnungsverfahren, dies sich aufgrund der Umstellung ergeben: Die
Jahresendabrechnung 2010 wird in den nächsten Tagen zugestellt. Auf die
Jahresendabrechnung wird der zum 28.02.2011 erhobenen Sonderabschlag 2010
angerechnet, sodass sich im Regelfall für einen „Normalhaushalt“ keine hohen
Nachzahlungen bzw. Erstattungen ergeben werden. Nachzahlungen sind bis zum
08.08.2011 fällig. Überzahlungen werden verrechnet mit den zum 30.08.2011
fällig werdenden Vorauszahlungen, bei denen sich im Rahmen der Umstellung
folgende Änderungen ergeben: Anstelle von bisher 2 Vorauszahlungen mit
jeweils einem Drittel des letzten Verbrauchs (30.04. und 30.08.) werden
künftig 3 Vorauszahlungen mit jeweils einem Viertel des zuletzt
festgestellten Verbrauchs bzw. der zuletzt festgestellten versiegelten Fläche
zugrunde gelegt und zwar zum 30.Mai, 30.Augsut und 30.November. Die
Endabrechnung erfolgt künftig dann wieder zu üblichen Zeit Mitte Februar mit
Fälligkeit ca. Ende Februar. Da der erste Fälligkeitstermin 2011 zum 30. Mai
bereits verstrichen ist, wird dieser Abschlag nachgeholt am 30. August 2011.
Dies hat zur Folge, dass einmalig zum 30. August 2011 2 Vorauszahlungsbeträge
zur Zahlung fällig werden. Die neuen Satzungstexte sind unter
„Amtliche Bekanntmachungen“ abgedruckt.
TOP 4 Änderung der Wasserversorgungssatzung rückwirkend zum
01.01.2011
In Anlehnung an die Regelungen in der Abwassergebührensatzung werden in der
Wasserversorgungssatzung die Vorauszahlungsfälligkeiten geändert. Anstelle der
bisher erhobenen Abschläge zum 30.4 und 31.08. mit jeweils einem Drittel der
zuletzt festgestellten Wassermenge werden künftig 3 Abschlagszahlungen zum
30.05., 30.08. und 30.11. mit jeweils einem Viertel der zuletzt festgestellten
Wassermenge erhoben. Die entsprechende Satzungsänderung ist unter
„Amtliche Bekanntmachungen“ abgedruckt.
TOP 5 Kindergarten „Pusteblume“
- Erhöhung der Kindergartenbeiträge
Die Kindergartenbeiträge sind in der Höhe nicht festgelegt. Die
Finanzierungsverantwortung für alle Kindergärten einer Kommune liegt bei der
Kommune selbst. Wie in jedem Jahr liegt die Fortschreibung der gemeinsamen
Empfehlungen der Kirchen und der kommunalen Landesverbände zur Festsetzung der
Elternbeiträge für die folgenden 2 Kindergartenjahre vor. Ausgangslage für
die Erhebung der Elternbeiträge bleibt, dass landesweit weiterhin angestrebt
wird, ca. 20 % der tatsächlichen Betriebsausgaben durch Elternbeiträge zu
decken. In Adelberg beträgt die aktuelle Deckungsquote nur ca. 17,88
%. In Anbetracht dieses Sachverhalts und des qualitativ hochwertigen
Betreuungsangebot, sowie der räumlichen und betrieblichen Voraussetzungen im
Adelberger Kindergarten ist es aus Sicht der Verwaltung vertretbar, die
Erhöhungssätze der Landesempfehlung (zus. ca. 3,5 %) mit 4 % auf Adelberg zu
übertragen. Außerdem schlägt die Verwaltung vor, die Erhöhungssätze zusammen
zufassen und auf beide Kindergartenjahre anzuwenden. Der Vorschlag der
Verwaltung wird einstimmig angenommen. Auf Anfrage von Gemeinderat Baumann
wird zusätzlich ein Passus für Alleinerziehende geprüft, nach dem deren Beitrag
so angesetzt wird, als ob der Beitragszahler ein weiteres
berücksichtigungsfähiges Kind hätte. Die Festsetzung der Elternbeiträge für
die Betreuung von unter 3-jährigen Kindern erfolgt zu einem späteren
Zeitpunkt. Die neuen Kindergartengebühren sind unter „Amtliche
Bekanntmachungen“ abgedruckt. - Information über ein mögliches neues
Konzept nach Erweiterung (U3) des Kindergartens. Die Erweiterung des
Kindergartens für die unter dreijährigen (U3) macht eine Umorganisation der
einzelnen Gruppen und auch des Personals notwendig. Durch die zusätzliche Gruppe
wird zudem mehr Personal erforderlich. Das Kindergartenteam unter der
derzeitigen Leitung von Frau Nägele hat dem Gemeinderat informativ ein Konzept
im Sinne eines Basismodells vorgestellt, welches in Hinblick auf die
Personalkosten noch zu prüfen ist.
TOP 6 Wasserleitung Seestraße
- Umbau Wasserversorgung
hierzu Vergabe des Auftrags
Bei der Herstellung eines neuen Gas- und Wasserleitungshausanschlusses bei
der Fa. Erni wurde festgestellt, dass die öffentliche Hauptwasserleitung im
Kurvenbereich auf einer Strecke von ca. 70 m voll im privaten Grundstück der Fa.
Erni verläuft. Da die Wasserleitung ca. 50 Jahre ist und somit in naher Zukunft
Wasserrohrbrüche nicht auszuschließen sind, wird seitens der Verwaltung eine
Verlegung in den Straßenbereich für sinnvoll angesehen. Die Fa. Erni plant im
Hofbereich umfangreiche Neugestaltungen, so dass bei Rohrschäden kostspielige
Aufgrabungen die Folge wären. Zudem möchte die Fa. Erni die öffentliche Leitung
nicht mehr in ihrem Grundstück haben. Aus den o.g. Gründen wurde die Baumaßnahme
von der Verwaltung umgehend beschränkt ausgeschrieben. Nach Erörterung der
eingegangenen Angebote beschließt der Gemeinderat einstimmig, den Auftrag zur
Verlegung der Hauptwasserleitung an den kostengünstigsten Anbieter, Fa. P &
A GmbH Stegmaier zu vergeben.
TOP 7 Sportgelände „Jauchert“
- Angebote zur Reinigung des
Kunstrasenplatzes
Seit Fertigstellung des Sportgeländes „Jauchert“ im Jahr 2004 wurde keine
Grundreinigung des Kunstrasenplatzes durchgeführt. Gemäß der mit dem TSV
geschlossenen Nutzungsvereinbarung ist es Aufgabe der Gemeinde, diese Reinigung
durchzuführen. Das monatliche Abziehen fällt jedoch in den Aufgabenbereich des
TSV. Es ist nicht nachvollziehbar seit wann dieses monatliche Abziehen nicht
mehr stattgefunden, da nach Aussage eines TSV-Mitglieds kein Schleppfahrzeug zur
Verfügung stand. Bisher war die Reinigung und Pflege eines Kunstrasenspielfeldes
beschränkt auf ein oberflächliches „Abkehren“ des Platzes, um ihn von groben
Verschmutzungen wie Zigarettenstummeln, Kronenkorken, Laub oder Papier zu
befreien.Die eigentliche Problematik stellt der feine Staub wie z.B.
Blütenpollen, Straßenstaub und der Eigenabrieb des Belages dar. Dieser wird vom
Regen in die Hohlräume des zunächst wasserdurchlässigen Verfüllmaterials des
Kunstrasens gespült und verursacht im Laufe der Zeit eine völlig verhärtete,
„wasserdichte“ Fläche. Durch die feinen Humuspartikel stellt diese einen idealen
Nährboden für Algen und Moos dar, was zu einer erhöhten Unfall- und
Verletzungsgefahr der Sportler führen kann.Außerdem tritt durch das verhärtete
Verfüllmaterial deutlich erhöhter Verschleiß des Rasenflors auf, da die
Rasenfasern oberhalb des Verfüllmaterials knicken und abbrechen.Damit der
Zustand des Platzes und somit sein Wert erhalten werden kann, empfehlen
Fachfirmen eine jährliche Pflege. Um die Lebensdauer zu erhöhen, ist eine
Intensivreinigung des Platzes erforderlich. Der Vorschlag der Verwaltung, den
Auftrag für die Jahre 2011 – 2014 an die kostengünstigste Firma Stadtpflege und
Sportanlagenreinigung Plüderhausen-Walkersbach zu vergeben, wird einstimmig
angenommen. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 1.773,10 €.
TOP 8 Verschiedenes
- Campingplatz
Die Bürgermeisterin informiert darüber, dass zurzeit noch 7 Wohnwägen auf dem
Campingplatz stünden, von denen einige nach Aussage der Eigentümer in Kürze
abgezogen würden. Sie berichtet weiter, dass es Diebstähle von Wohnwägen und
kürzlich von Elektrokästen inklusive der Kupferleitungen gegeben habe. Daraufhin
habe die Verwaltung die restlichen Elektrokästen abbauen und unterbringen
lassen. Da polizeiliche Ermittlungen aufgenommen wurden, kann die
Bürgermeisterin keine weiteren Aussagen zu den Diebstählen machen.
- Campingfreunde
Die Bürgermeisterin berichtet, dass ein offener Brief der Campingfreunde
verteilt wurde und weist darauf hin, dass es sich bei den Campingfreunden
entgegen der geführten Bezeichnung nicht um einen ins Vereinsregister
eingetragenen Verein handele.
TOP 9 Bürgerfragestunde
Auf Frage eines Bürgers erklärt Bürgermeisterin Marquardt, dass eine
Moderation für die Bürgerarbeitsgruppen zurzeit noch nicht vorhanden sei. Weiter
erläutert sie, dass der Gemeinderat beschlossen habe, einen Kriterienkatalog zu
erarbeiten. Dieser solle den grundsätzlich frei arbeitenden Bürgerarbeitsgruppen
nur als Grundlage dienen, eine Reglementierung solle dadurch nicht erfolgen. Dem
Engagement der Bürger soll höchste Priorität eingeräumt werden. Die Ergebnisse
der Arbeitsgruppen werden festgehalten und öffentlich vorgestellt sowie als
Grundlage für den Gemeinderat dienen. Die Arbeitsgruppen sollen im Übrigen eine
konkrete Fallanalyse machen, d.h. entsprechende konkrete Zahlen werden zur
Verfügung gestellt. Eine Bürgerin spricht das Thema Beschattung auf dem
TSV-Platz an. Nach den Informationen der Bürgermeisterin sei eine feste
Beschattung kein Thema mehr, sie bietet aber als schnelle Lösung eine
Beschattung mittels Pavillons an. Auf nähere Informationen zu den
Schlichtungsgesprächen zwischen Verwaltung und Gemeinderat angesprochen, erklärt
die Bürgermeisterin, dass Inhalt und Ergebnisse vorerst geheim seien und die
Gespräche nach der Sommerpause fortgeführt werden. Als Grund für die
Schlichtungsgespräche nennt sie Zwistigkeiten im Gemeinderat. Auf Aufforderung
nimmt Bürgermeisterin Marquardt Stellung zu der Einladung der CSU und gibt an,
dass sie das Schreiben selbst nie gesehen habe. Sie persönlich habe nie den
Begriff „Rebellen“ verwendet und hoffe auf einen guten Ausgang der
Schlichtungsgespräche. Auch das Thema der Fraktionsbildung Wir! Für Adelberg
wurde angesprochen. Bürgermeisterin Marquardt weist darauf hin, dass die Bildung
von Fraktionen legitim sei; Fragen zur Fraktion bittet sie im direkten Gespräch
mit dem Sprecher der Fraktion Gemeinderat Roß zu klären.
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Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 09. Juni 2011
TOP 2 Ziegelhau VI
- Aufhebung des Satzungsbeschlusses zum Bebauungsplan „Ziegelhau VI“ vom
24.03.2011 und erneuter Satzungsbeschluss Der Gemeinderat hat in
öffentlicher Sitzung am 24.03.2011 den Bebauungsplan „Ziegelhau VI“ und die
zusammen mit ihm aufgestellten örtlichen Bauvorschriften als Satzung
beschlossen. Mit der ortsüblichen Bekanntmachung im Schurwaldboten sind der
Bebauungsplan „Ziegelhau VI“ und die örtlichen Bauvorschriften zum Bebauungsplan
„Ziegelhau VI“ in Kraft getreten. Nach dem Satzungsbeschluss hat das
Landratsamt Göppingen, insbesondere das Umweltschutzamt, Defizite beim
naturschutzrechtlichen Ausgleich gerügt und im Bereich der Ausgleichsmaßnahmen
Nachbesserungen gefordert. Die seinerzeit im Umweltbericht beschlossenen
Maßnahmen sind erhalten geblieben, lediglich detaillierter formuliert, und zwei
zusätzliche Maßnahmen wurden aufgenommen. Als weitere Maßnahme sind die Anlage
einer Baumreihe mit Wildobst auf dem Flurstück 392/24 sowie die Anlage einer
gestuften Feldhecke aus Bäumen und Sträuchern auf dem Flurstück 915 aufgenommen
worden. Der Gemeinderat beschließt:
1. Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Ziegelhau VI“ vom
24.03.2011 wird aufgehoben. 2. Der Bebauungsplan „Ziegelhau VI“
mit geändertem Umweltbericht i.d.F. vom 03.05.2011 wird erneut als Satzung
beschlossen. 3. Dieser Beschluss des Gemeinderates ist gem. § 10
Abs. 3 BauGB im Schurwaldboten öffentlich bekannt zu
machen. Hierzu erfolgt eine gesonderte
Veröffentlichung.
TOP 1 Erweiterung Kindergarten
„Pusteblume“
Der Gemeinderat hat über die Ergebnisse der Ausschreibungen für die Gewerke
für die Erweiterung des Kindergartens beraten und entschieden, dem jeweils
günstigsten Anbieter den Zuschlag zu erteilen:
Zimmererarbeiten: Firma Kellerbau
für die Angebotssumme von brutto 73.637,44 € Dachabdichtung:
Firma DIE WERKSTATT
(Küpper) aus Salach für die
Angebotssumme von brutto 15.034,82 €
Elektroarbeiten:
Firma Elektro Weidenbach GmbH für die Angebotssumme von brutto 16.546,77 €
Fenster:
Firma Uwe Cammerer für die Angebotssumme von brutto 15.026,45
€ Flaschnerarbeiten: Fa. Marco Irtenkauf
für die Angebotssumme von brutto 4.987,65
€ Gerüstbau:
Firma Rauschmaier für die Angebotssumme von brutto 2.818,30
€ Heizungsbau:
Firma Walter Hildner für die Angebotssumme von brutto 12.149,55
€ Jalousien:
Firma Strähle GmbH für die Angebotssumme von brutto 3.647,70
€ Sanitärarbeiten:
Firma Jung für die
Angebotssumme von brutto 11.073,55 € Der Kostenverlauf zeigt sich nach
Einschätzung des Architekten Dauner erfreulich, da sich nur eine
Kostenerhöhung von 1,6 % ergeben hat, welche im Skontobereich liegt. Schätzung
und Ausschreibungsergebnis sind somit konform gelaufen. Bezüglich der
weiteren Gewerke ermächtigt der Gemeinderat die Bürgermeisterin, die Aufträge
entsprechend der Vergabevorschläge von Architekt Dauner zu erteilen.
TOP 3
Gemeindeentwicklung
- Ergebnis der bei der Bürgerversammlung ausgelegten Listen für
Bürgerarbeitsgruppen - mögliche Beauftragung eines neutralen, externen
Moderators
Bei der Bürgerversammlung am 07.05.2011 sind Listen mit folgenden
Themenvorschläge
1) Erholungsort
Adelberg 2) Siedlungs- und
Baulandentwicklung 3)
Demographischer Wandel und Infrastruktur ausgehängt worden, in die sich
interessierte Bürger eintragen konnten. Zuvor hatte man sich im
Gemeinderat darauf verständigt, dass die Punkte 2) und 3) zusammenzuziehen, so
dass nur zwei Arbeitsgruppen zu gründen sind. Das Interesse der Bürger ist
auch nach der Versammlung noch vorhanden gewesen. Auch an den darauf
folgenden Tagen haben noch einige Bürger um eine mögliche Teilnahme
bemüht.
Das Forum Adelberg hat bei der Bürgerversammlung ebenfalls
Arbeitsgruppen vorgestellt. Dies waren im Einzelnen:
1) Demographischer
Wandel 2) Wohnwertsteigerung
und Lebensqualität 3)
Nutzungsänderung vom Sport- und Erholungszentrum Da sich diese
Themenvorschläge inhaltlich in den Arbeitsgruppen der Verwaltung wieder finden,
kann aus Sicht der Verwaltung die Forumsliste in die Verwaltungsliste integriert
werden. Zwischen Verwaltung und Forum bestand auch Einigkeit darin, dass eine
Moderation von neutraler Stelle aus stattfinden müsse. In der öffentlichen
Gemeinderatssitzung vom 17. März 2011 wurde der nach wie vor gültige
Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Gemeinde, wenn man Arbeitsgruppen gründe,
mit der KE zusammenarbeiten wolle. Nach eingehender Beratung über die
Arbeitstitel der Bürgerarbeitsgruppen einigt sich das Gremium auf folgende
Überschriften:
1) Erholungsort Adelberg –touristische
Entwicklung und Nutzungsänderung des
Erholungszentrums 2) Demografischer Wandel und
Infrastruktur – Wohnwertsteigerung und Lebensqualität-
Gemeinderat Kull
würde aufgrund der Präsentation der KE im Juli zwei weitere alternative
Gesellschaften anhören. Bürgermeisterin Marquardt hat rechtliche Bedenken,
weil sich der Gemeinderat durch Grundsatzbeschluss für eine Zusammenarbeit mit
der KE entschieden habe. Dieser Beschluss müsste dann aufgehoben
werden. Gemeinderat Baumann schlägt vor, einzelne Moderatoren hinzuzuziehen,
die sich in den Themenbereichen auskennen würden und verweist auf die
Bertelsmann-Stiftung, die viel zum Thema demografischer Wandel aufzuweisen
hätte. Hier seien Wissenschaftlicher, welche die unterschiedlichsten
Dorfstrukturen überprüft und bewertet hätten. Der Antrag der Bürgermeisterin,
in der Julisitzung nochmals Informationen über Moderatoren einzuholen, die
Bürger mittlerweile schon im Schurwaldboten zu informieren, dass Arbeitsgruppen
entstehen; die Arbeitsgruppen sind „Erholungsort Adelberg –touristische
Entwicklung und Nutzungsänderung Sport- und Erholungszentrum“ und
„demografischer Wandel und Infrastruktur – Wohnwertsteigerung und
Lebensqualität-„; diese zwei Arbeitsgruppen werden den möglichen Moderatoren
weitergegeben; im Juli wird über die möglichen Moderatoren entschieden. Beginn
der Arbeitsgruppen voraussichtlich nach der Sommerpause.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
TOP 4 Sportgelände
„Jauchert“
- Reparatur des Spindelmähers Der Spindelmäher, der nur für das Mähen auf
dem Sportplatzgelände genutzt wird, wurde im Mai 2004 für ca. 22.100,- €
gekauft. In kürzester Zeit haben sich Korrossionsschäden ergeben, weil durch
die Lagerung im Container extrem viel Schwitzwasser gebildet wird. Die
Folge hieraus waren Reparaturkosten in den Jahren von 2005 bis 2010 von
insgesamt ca. 5.300,- € gewesen. Der aktuelle Kostenvoranschlag zur Reparatur
des Mähers beläuft sich auf insges. 5.243,31 €. Angesichts der
wiederkehrenden hohen Reparaturkosten hat sich der Gemeinderat im Rahmen einer
Ortsbegehung selbst ein Bild von dem Container gemacht. Der Gemeinderat
erörtert Alternativen zur Reparatur des Spindelmähers wie die
Neuanschaffung eines Rasentraktors, der im Vergleich jedoch eine viel kürzere
Langlebigkeit aufweist. Der vorhandene Profimäher hat nach Auskunft eines
zugezogenen Fachmanns bei guter Pflege eine Lebenserwartung von über 10 Jahren.
Zur Vorbeugung künftiger korrosionsbedingter Reparaturkosten empfiehlt der
Fachmann, die Lüftungsmaßnahmen am Container zu verbessern. Nach eingehender
Beratung beschließt der Gemeinderat, den defekten Spindelmäher der Gemeinde
entsprechend dem Kostenvoranschlag reparieren zu lassen; pro Jahr soll eine
Wartung durchgeführt werden; die vorgeschlagenen Lüftungsmaßnahmen am Container
sollen durchgeführt werden. Zusätzlich wird der Container an einen anderen
Standort versetzt. - bestehende Vereinbarung zwischen TSV und Gemeinde über
den Betrieb, Pflege und Unterhaltung des Sportgeländes Anlässlich der
Begehung wurde im Gemeinderat die Zuständigkeit für Pflege und Unterhaltung des
Sportgeländes diskutiert. Mit dem TSV Adelberg-Oberberken besteht eine
Vereinbarung über den Betrieb, die Pflege und Unterhaltung des Sportgeländes
„Jauchert“. Ein Platzwart ist vorhanden, dem die Vereinbarung so jedoch nicht
bekannt gewesen ist. Die Bürgermeisterin sieht die entstandene Problematik
vor allem in der mangelnden Kenntnis der Beteiligten vom genauen Inhalt der
Vereinbarung, da in der geschlossenen Vereinbarung alles hinreichend geregelt
sei, man diese also nur neu aufleben lassen müsse. Sie berichtet, dass der
vorhandene Platzwart für 2011 aus steuerlichen Gründen stundenmäßig nicht
mehr eingesetzt werden könne als derzeit. Aus Sicht des Platzwarts seien zur
Instandhaltung des Platzes jedoch mindestens 15 Stunden/Monat notwendig. Wichtig
sei auch, dass die Weisungsbefugnis des Platzwarts allen Beteiligten allgemein
bekannt sei. Das Gremium ist sich darüber einig, dass noch großer
Gesprächsbedarf mit dem TSV Adelberg-Oberberken besteht. Die
Bürgermeisterin wird vom Gemeinderat einstimmig beauftragt, mit dem TSV das
Gespräch unter den besprochenen Gesichtspunkten zu führen und das Thema
Platzwart nach der Sommerpause auf die Tagesordnung zu setzen, um die Ergebnisse
im Gemeinderat unter den genannten Aspekten weiter zu beraten. In diesem Zuge
sollen auch gewisse Lösungsansätze oder Vorschläge des TSV mitbehandelt werden
können.
TOP 5 Änderung der
Geschäftsordnung
- Verlesen von nicht-öffentlichen Protokollen in nächster nicht-öffentlicher
Sitzung Mit Antrag Nr. 11/02 vom 12. April 2011 hat die Fraktion „Wir! Für
Adelberg beantragt, die Hauptsatzung § 33(2) zu ändern. Da es sich bei diesem
Paragraphen um einen Bestandteil der gültigen Geschäftsordnung und nicht der
Hauptsatzung handele, hat die Gemeindeverwaltung den Antrag entsprechend
abgeändert. Seitens der Fraktion wird beantragt, dass die Niederschrift über
nicht-öffentlichen Sitzungen in der nächsten Sitzung, spätestens innerhalb eines
Monats, durch Verlesen zur Kenntnis des Gemeinderats gebracht werde. Bis dato
konnten die nichtöffentliche Protokolle im Rathaus eingesehen werden. Künftig
sollen die nichtöffentlichen Protokolle in nichtöffentlicher Sitzung verlesen
werden. Nach eingehender Erörterung der verschiedenen Argumente beschließt
der Gemeinderat mehrheitlich, die Niederschrift über die nichtöffentliche
Sitzung in der Regel in der nächsten Sitzung, spätestens innerhalb eines Monats
durch Verlesen zur Kenntnis des Gemeinderats zu bringen. Dies soll in der
nichtöffentlichen Sitzung nach dem Punkt Verschiedenes
geschehen.
TOP 6 Kriterienkatalog für zukünftige
Investoren der Gemeinde
Die Fraktion „Wir! Für Adelberg“ hat am 12. April 2011 den Antrag 11/04
eingereicht. Der Antrag enthält Zulassungskriterien für das Vorgehen
bezüglich zukünftiger Investoren und Investitionen in der Gemarkung Adelberg.
Ziel des Antrags sollen Nachhaltigkeit, Struktursicherheit,
Wertstabilität, Transparenz und Risikominimierung sein. Der Gemeinderat führt
eine kontroverse Diskussion über das Für und Wider eines öffentlichen
Kriterienkataloges. Dieser soll sich nach Auffassung der Befürworter nicht
ausschließlich auf die Umnutzung des Bades und das Erholungszentrum beziehen,
sondern allgemein auf Adelberg. Im Prinzip sollen alle künftigen Großprojekte
(auch sozialer Wohnbau) anhand der Rahmenbedingungen vorab auch auf ihre
finanzielle Tragfähigkeit geprüft werden. Die Bürgermeisterin stimmt dem Grunde
nach zu; einen Kriterienkatalog sollte man grundsätzlich zur Hand. In Hinblick
auf die geringe Anzahl von interessierten Investoren in den vergangenen Jahren,
äußert sie jedoch Bedenken in Bezug auf eine Öffentlichmachung und stellt die
Frage, ob sich unter diesen Zulassungsvoraussetzungen überhaupt noch Investoren
finden lassen. Auch die Gegenseite hält einen Kriterienkatalog grundsätzlich
für sinnvoll, stellt sich jedoch die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Die
zuvor beschlossenen Bürgerarbeitsgruppen sollten frei und offen diskutieren
können, vielleicht auch mit noch unerwarteten Ergebnissen. Was für Adelberg
gewollt sei oder nicht, sei bis dato unbekannt. Mit den Ergebnissen aus den
Arbeitsgruppen wolle man dann doch Investoren „anlocken“; erst in diesem Moment
könne man definitiv sagen, was von potentiellen Investoren erwartet werde. Die
Gegenseite plädiert dafür, die Abstimmung über den Kriterienkatalog nach der
Sommerpause zu verschieben. Die Fraktion erklärt, Ziel sei der Auftrag zur
Erstellung eines Kriterienkataloges. Über die einzelnen Kriterien müsse dann im
Gremium noch diskutiert werden. Auf Antrag der Fraktion „Wir! Für Adelberg“
beschließt der Gemeinderat mehrheitlich, die Erstellung eines Ziel- und
Anforderungskatalogs als Zugangsvoraussetzung für künftige Investoren und
Investitionen in der Gemeinde Adelberg. Dieser soll als Grundlage für die
Arbeitsgruppen gelten, die nach den Sommerferien tätig werden.
TOP 7 Campingplatz
- Besprechung des weiteren Vorgehens bezüglich der
Schließung
Der Campingplatz Adelberg wird gemäß Gemeinderatsbeschluss vom Dezember 2010,
bzw. März 2011 zum 30. Juni 2011 geschlossen. Die Bürgermeisterin erläutert,
dass den Campern, die keine Anschlussverträge unterschrieben haben, eine
zusätzliche Abbauzeit bis 31. März 2011 eingeräumt wurde. Camper die einen
Anschlussvertrag unterschrieben haben, können bis 30. Juni 2011 ihren Platz
räumen. Ab 30. Juni 2011 soll der Platz gegen Vandalismus und sonstige
Schäden gesichert werden. Gemeinderat Roß schlägt eine Duldung der im Verein
„Campingfreunde Adelberg e.V.“ organisierten Camper in Form einer
Schrebergartenkolonie (ohne Nutzung von gemeindlichem
Strom/Wasser/Sanitärgebäude) auf dem bestehenden Gelände über den
Schließungszeitpunkt hinaus vor. Ein Interimsvertrag mit Haftungsausschluss für
die Gemeinde soll geschlossen werden. Aus formalen Gründen ist ein Beschluss
über mögliche Anschlussverträge in der heutigen Sitzung nicht möglich. Die
Bürgermeisterin äußert rechtliche Bedenken in Hinblick auf eine Duldung der
verbliebenen Camper über den 30.06.2011 hinaus; über 200 Camper hätten den Platz
aufgrund des Schließungsbeschlusses bereits geräumt. Nehme man nun partiell von
einer Schließung Abstand, indem man mit den verbliebenen Campern einen Vertrag
schließe, seien Schadensersatzforderungen der abgezogenen Camper gegenüber
der Gemeinde nicht auszuschließen. Gemeinderat Braunmüller führt aus, dass es
in erster Linie um eine Duldung der Camper gehe, damit diese ihre Wägen stehen
lassen könnten. Er sehe sich als Gemeinderat in der Pflicht, dies den Campern,
die teilweise bis zu 36 Jahren in Adelberg gewesen seien, zuzugestehen.
Hintergrund sei auch, möglichen Investoren „Kundschaft“ zu erhalten. Eine
Sicherung sei nicht erforderlich, die Camper würden selbst aufpassen und seien
selbst verantwortlich für ihren Bereich. Gemeinderat Regelmann warnt
ausdrücklich davor, einen „Tod auf Raten“ zu machen; der Schließungsbeschluss
sei eindeutig und habe eben die entsprechenden Konsequenzen. Sonst laufe man
Gefahr, sich in ein Boot zu setzen, von dem man nicht wisse, wo es hinfahre.
Der Antrag der Bürgermeisterin, die Camper in KW 24 erneut anzuschreiben mit
Hinweis auf die Räumung und ab 1. Juli 2011 Abgabe an den Anwalt mit Hinweis auf
Räumungsklage wird abgelehnt. Um Schaden von der Gemeinde abzuwehren, behält
sich die Bürgermeisterin vor, gegen diese Entscheidung (Nichtbeschluss)
Widerspruch einzulegen.
- Vergabe von Sicherungsmaßnahmen ab Schließung des
Platzes Der Gemeinderat berät über die vorgelegten Angebote von
Sicherheitsfirmen über die Sicherung des Hauses des Gastes und des
Sanitärgebäudes sowie einen nächtlichen Revierdienst. Die Verwaltung
hält einen nächtlichen Revierdienst auf dem Campingplatz als abschreckende
Maßnahme für sinnvoll. Auf Antrag von Gemeinderat Kieser wird auf den
Revierdienst mehrheitlich verzichtet. Der Gemeinderat beschließt, den Auftrag
an die kostengünstigere Fa. WSD zu vergeben.
TOP 8
Verschiedenes
Die erste öffentliche Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause wird auf den
22. September terminiert. Auf Hinweis aus der Bevölkerung auf die
illegale Entsorgung von Bauschutt auf dem gemeindlichen Kompostplatz erklärt die
Bürgermeisterin, der Angelegenheit nachzugehen.
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