Heilkräutergarten Kloster Adelberg

Der Heilkräutergarten wurde im Jahr 2000 im ehemaligen Prämonstratenserkloster Adelberg eröffnet. Er besteht bisher aus 6 Kräuterbeeten mit jeweils 16 m² Fläche.

Im Garten sind während der Saison ca. 200 verschiedene Heilpflanzen zu sehen, darunter auch bedrohte, zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten wie z. B. Sumpfgladiole, Mariengras. Fast alle deutschen und viele internationale Heilpflanzen sind heute vom Aussterben bedroht. Im Garten werden seltene Heilkräuterarten kultiviert, erhalten und so ein wichtiger Beitrag für die biologische Vielfalt geleistet. Durch den nachhaltigen, schonenden Anbau, der viel Raum für Insekten, Kleintiere erzeugt und auch als Apotheke von der Tierwelt genutzt wird, ist ein lebendiges, vielfältiges, von vielen Insekten und Tieren besuchtes, Biotop entstanden. Durch Führungen und Seminare möchte ich ein Bewusstsein für die Nutzung von Heilpflanzen schaffen sowie den Anbau in Privatgärten und öffentlichen Einrichtungen fördern, dadurch soll die einzigartige biologische Vielfalt der Heilpflanzen erhalten bleiben. Durch die Führungen möchte ich auch eine neue Gartenkultur vermitteln, die nicht durch unnütze Aktionen wie z. B. Laubgebläse und zuviel "Sauberkeit" letztendlich die biologische Vielfalt in den deutschen Hausgärten vollends vernichten. Es findet regelmäßig ein Pflanzenmarkt statt, bei dem Pflanzen angeboten und auch getauscht werden, um somit die Vielzahl der Heilpflanzen zu erhalten und zu verbreiten.

Der Heilkräutergarten fand bisher reges Interesse bei den Besuchern und Medien. So wurde in der Landesschau mit Sonja Schrecklein sowie im B.TV berichtet; zahlreiche Presseartikel erschienen seit der Eröffnung. Auch der SWR berichtete über das Kneippbeet und Kneippanwendungen.

  • Mitwirkung in der Fernsehsendung "Sonntagstour" im SWR mit Hansy Vogt am 20.11.2005.
  • Bericht im R.TV Fernsehen.
  • Bericht über den Heilkräutergarten in der Landesschau des SWR Fernsehens am 5.8.2007.
  • SWR berichtete am 17. August 2010 in seiner Sendung: „Fahr mal hin“ ausführlich über den Heilkräutergarten Kloster Adelberg.

Gliederung des Gartens

Der Heilkräutergarten besteht aus 6 Beeten, jeweils mit 16 m² Größe. Die Heilkräuter sind gut erkennbar mit ihrem deutschen und lateinischen Namen beschildert.

1. Beet: Heilkräuter und Gemüse Karls des Großen; erbaut nach seiner Landgüterverordnung von 812 nach Christus.
2. Beet: Heilkräuter aus der ganzen Welt von Afrika bis Zypern.
3. Beet: Heilpflanzen des Pfarrers Sebastian Kneipp.
4. Beet: Mittelalterliches Kräuterbeet; erbaut nach historischen Kräuterbüchern.
5. Beet: Heilende Bäume, Sträucher und Heilpflanzen aus Asien.
6. Beet: Die Kaiserliche Chinesische Apotheke; berühmte Heilpflanzen aus der traditionellen chinesischen Medizin

Der Heilkräutergarten Kloster Adelberg schließt für 2021

Der Heilkräutergarten ist wieder in seiner Artenvielfalt gewachsen und zeigte dieses Jahr viele interessante Neuzugänge wie Baummalven, Scharfer Mauerpfeffer, blauen Stechapfel, Sweet Annie. Besonders habe ich mich über eine selbständige Ansiedlung einer Wildorchidee, dem Große Zweiblatt gefreut!

Im Eingangsbereich rechts habe ich nun meine Arbeit fortgesetzt durch das Aussetzen von großem Mauerpfeffer haben sich im Herbst sehr viele Bienen eingefunden. Die letztes Jahr ausgepflanzten Baummalven haben wieder sehr schön geblüht und sich ausgebreitet. Auch Minze und das Flohkraut sind gut angewachsen und bereichern nun diesen Bereich.

Besonders erfreulich war der reichliche Besuch von Insekten auf den vielen Blüten der Heilkräuter. Auch seltene Wildbienenarten, viele verschieden Schwebfliegen, sowie das auch schon seltenere Taubenschwänzchen waren da und haben reichlich Futter gefunden.

Nach einem herrlichen Sommer und einer überwältigenden Blüte der vielen Heilpflanzen bilden die Heilpflanzen nun noch Samen aus, die dem Arterhalt dienen.
Einige Heilpflanzen haben sich schon aus dem Heilkräutergarten auf die Reise rund ums Kloster gemacht und sich dort neu angesiedelt.

Garten- und Naturfreunde lassen nun die abgestorbenen Stauden mit Samen über den Winter stehen, um den Vögeln und Insekten im Winter natürliche Nahrung und Unterschlupf zu bieten. Im Frühjahr werden die abgestorbenen und zersetzen Pflanzenreste untergefräst und bilden nun die Nahrung für das neue Wachstum.

Im neuen Jahr sind hoffentlich wieder Seminare und Vorträge möglich. Ein Thema werden u.a. insektenfreundliche Pflanzen sein.

Ich bedanke mich bei den vielen Besuchern für ihr Interesse und freue mich bereits auf die Eröffnung im Mai 2022.

Hans-Joachim Schneider

 

 

Kontakt und Betreuung

Hans-Joachim Schneider
Heilpraktiker
Holzheimer Strasse 34
73054 Eislingen
Tel.: 07161 9872291
Tel.: 0172 7402235
E-Mail: hjschneidergp(@)web.de

Information

Gewerblich genützte Veranstaltungen jeglicher Art sowie Führungen durch den Kräutergarten sind ausschließlich dem Kräuterteam von Hans-Joachim Schneider vorbehalten.