Herrenbachstausee Adelberg

Anfang der 70-er Jahre wurde der Herrenbachstausee als Hochwasserrückhaltebecken angelegt. Der 22 m hohe Staudamm hält insgesamt ca. 2 Mio. m³ Wasser im Herrenbachtal zurück.

Der See hat eine Wassertiefe von bis zu 18 Meter und eine Fläche von ca. 10 ha. Er besteht aus einem Haupt- und einem Vorbecken; beide sind durch einen kleinen begehbaren Vordamm getrennt. Erbauer und Betreiber des Speicher- und Hochwasserrückhaltebeckens ist der Wasserverband Fils. Der See liegt zum größeren Teil auf Gemarkung Adelberg, zum kleineren Teil auf Gemarkung Schorndorf-Oberberken.

Aufgrund der Zweckbestimmung des Stausees ist die freizeitmäßige Nutzung der Wasserfläche, mit Ausnahme als Fischgewässer, nicht beabsichtigt. Es ist jedoch ein reizvolles Naherholungsgebiet geschaffen worden, das dem Bedürfnis der Bevölkerung nach Erholung und Entspannung nachkommt.

Ein Netz von gepflegten Wanderwegen, Rastplätzen, Sitzgruppen und Ruhebänken sorgt für die notwendigen touristischen Erfordernisse. Parkmöglichkeiten für PKW's befinden sich am Eingang des Herrenbachtales (nach der Abzweigung von der Landesstraße L 1147) sowie beim Parkplatz vor dem Kloster Adelberg.

Blick über den Herrenbachstausee

Drohnenaufnahme von Sebastian Schweder

Walderlebnispfad am Herrenbachstausee

Ein toller Familienspaziergang

Vandalismus am Erlebnispfad Herrenbachstausee

Besucher zeigen sich empört und geschockt

Schön sind sie geworden, die Murmelbahnen entlang des Erlebnispfades am Herrenbachstausee. Viele glückliche Waldbesuchende posten in den sozialen Medien freudig Bilder eines wunderschönen Familienausflugs. Eigentlich könnte alles in bester Ordnung sein. Eigentlich.

„Aktuell gibt es jedoch zunehmend Probleme“ beschreibt Jürgen Sistermans-Wehmeyer vom Forstbezirk Schurwald die unschöne Situation vor Ort. „Am Pirschpfad mussten wir bereits wiederholt Tiere ersetzen, da diese durch unsachgemäßen Gebrauch abgeknickt wurden“ fährt der Pressesprecher des Forstbezirks fort. Auch aktuell warten wieder verschiedene Tiersilhouetten auf ihren Austausch.

Was aber zu besonderem Unmut in der Bevölkerung als auch bei der Belegschaft von ForstBW führt, ist der sinnlose Vandalismus in den letzten Tagen. „An der Frosch-Murmelbahn wurde z.B. der Frosch abgesägt. Das Gleiche passierte mit einem Element an der Blumen-Murmelbahn“ beschreibt Sistermans-Wehmeyer die neuesten Verwüstungen vor Ort. Das haarsträubendste Vorkommen war allerdings die Verkotung eines Murmelauffangelements durch einen Menschen. „Da waren wir alle fassungslos. Das ganze Element musste ausgetauscht werden. In Summe war es eine eklige Aktion“, erzählt der Förster weiter.

Auf die Nachfrage, welche Konsequenzen die negativen Erfahrungen der letzten Tage nach sich ziehen können, atmet Herr Sistermans-Wehmeyer zunächst einmal tief durch. „In letzter Konsequenz“ sagt er „kann der Fortbestand des Erlebnispfads in Teilen oder sogar grundsätzlich in Frage gestellt sein.“ Die Mitarbeitenden des Forstbezirk Schurwald seien weder personell noch finanziell in der Lage permanent Arbeitszeit und Finanzmittel auf Grund von Vandalismus vor Ort einzubringen.

Das Team des Forstbezirk Schurwald hofft nun, dass die Anzeige bei der Polizei erfolgreich ist und es keine weiteren Vorkommnisse gibt, sodass der Fortbestand des Erlebnispfads nicht ernsthafte in Frage gestellt wird. Die Waldbesuchenden würde es freuen.

 

Über ForstBW   
Die Anstalt öffentlichen Rechts Forst Baden-Württemberg (ForstBW) arbeitet seit dem 01.01.2020 als eigenständiges Unternehmen. ForstBW trägt die Verantwortung für die Bewirtschaftung von über 310.000 ha Staatswald - das entspricht einem Viertel der Waldfläche Baden-Württembergs- und ist damit der größte Forstbetrieb des Landes. ForstBW setzt sich zum Ziel ökologisch vorbildlich, sozial ausgewogen und ökonomisch erfolgreich zu arbeiten. Im Sinne des Waldes und der Menschen bildet das Prinzip der Nachhaltigkeit die Grundlage unserer Tätigkeit. Dazu tragen landesweit ca. 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung des Staatswaldes durch Forst Baden-Württemberg, AöR ist FSC® C120870 und PEFC zertifiziert. Seit dem 01. Oktober 2020 trägt ForstBW zudem das Gemeinwohl Ökonomie Zertifikat. 

Pressekontakt:  
Forstbezirk Schurwald 
Jürgen Sistermans-Wehmeyer 
juergen.sistermans-wehmeyer(@)forstbw.de 
Tel.:  07161 6539450